SINNreich II – 25. bis 27. April 2008
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Auszug „Fuldaer Zeitung“ (28. April 2008)
Ein Tor zum Steinreich
Die „SINNreich“-IDEENtage boten viele Denkanstöße
FULDA (kam) Verdutzte Gesichter sah man am Freitagabend in einem kargen Raum, wo doch eine Begrüßung mit Spieljetons und rotem Teppich auf einem pompöseren Empfang hoffen ließ. Doch Wilhelm Vollmer von Nevobad stellte die Intention dieser ersten „kalten Dusche“ bei der Auftaktveranstaltung der diesjährigen „SINNreich“-IDEENtage in seiner Ansprache klar: „Nur wer heiß kennt, weiß, was kalt ist“. Und so sorgten die 13 SINNreich-Projektpartner aus dem Bereich Bauen und Innenraumgestaltung, die am vergangenen Wochenende mit Präsentationen und Vorträgen umfassende Informationen zu Wohn- und Lebensqualität bereitstellten, für ein kontrastreiches Auftakt-Event. Harfenklänge entführten, nach dem das „Tor der Sinne“ geöffnet worden war, in eine Welt der Wortspiele: Die Station „Klangbild“ bot ton- und bildgewaltige Filmpräsentationen, die Hot-Stone-Massage wartete im „Steinreich“. Aromen kamen zum Beispiel bei „Schweinskram“ zum Tragen, hinter dem sich Wurstspezialitäten verbargen. Auch die Spielfreude kam in einer der Fuldaer OVB-Vermögensberatung organisierten Spielbank auf Ihre Kosten. Der Erlös des Zocker-Vergnügens ging als Spende an die Fuldaer Tafel. „Ein Jahr Arbeit mit wöchentlichen Treffen“ war zur Realisierung des Events nötig, erklärt Mitorganisator Hans Jürgen Gärber. Zimmermeisterin Andrea Lauer berichtet: „Man hat lange Zeit frei herum gesponnen und das Ursprungskonzept komplett verworfen.“ Gäste wie Monika und Karl-Winfried Vogel schätzten die „innovative Idee der Präsentation“: Sie sammelten Einrichtungsinspirationen, als sie sich an einem der ausgestellten Tische niederließen. Mit dieser Bequemlichkeit war es vorbei, als eine Putzfrau per Megaphon die Ausstellungsfläche räumte. Wieder spielte man mit den Emotionen, als die Gäste sich nach dem „Rausschmiss“ im einst kargen Begrüßungsraum zusammenfanden: Kerzenschein und Kaminfeuer bezeugten die von Vollmer gepriesene „Wandelbarkeit der Räume“. Nicht nur die Räume zeigten sich so: Die vermeintliche Reinigungskraft entpuppte sich auf einer Bühne als die Künstlerin Sabine Heil, die stimmgewaltig musikalische Klassiker zum Besten gab – und mit ihrem Outfit unter dem „Putzkittel-Kokon“ für weitere Sinnesreize sorgte.
